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über die Entwicklung unserer Kläranlage
1966 - 1967
Errichtung der mechanisch-biologischen Kläranlage nach dem Tropfkörpersystem durch die Gemeinde Neufeld an der Leitha
1973
Ausarbeitung einer Vorstudie für eine gemeinsame Lösung der Gemeinden Neufeld an der Leitha, Steinbrunn, Hornstein und der Esterhazischen Güterdirektion durch das Büro DI Heinz H. Hausner, Eisenstadt.
1973 - 1975
Das Landeswasserbaubezirksamt Schützen/Geb., DI Selucky und die Vertreter der Gemeinde Neufeld verhandeln mit den Gemeinden Hornstein und Steinbrunn über die Verbandsgründung.
1976
Verbandsgründung und konstituierende Sitzung unter der Bezeichnung "Abwasserverband Neufelderseen-Gebiet".
1976
Erweiterung des Verbandes durch den Beitritt Zillingdorfs.
1976
Auftrag zur Erstellung eines generellen Projektes zur Abwasserreinigung im Einzugsgebiet der Neufelderseen an das Büro DI Heinz. H. Hausner durch das Amt der Bgld. Landesregierung, Abteilung XIII/3-Wasserbau mit der Genehmigung des Vorstandes des Verbandes.
1978
Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft erklärt das Bauvorhaben zum bevorzugten Wasserbau.
1978
Einreichung des generellen Projektes mit Erteilung der wasserrechtlichen Bewilligung durch das Amt der Bgld. Landesregierung, Abteilung VI/1 in Ermächtigung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft.
1979
Erweiterung des Verbandes, die Fa. Autexa, Neufeld an der Leitha, wird Mitglied. Öffentliche Ausschreibung der Erd- und Baumeisterarbeiten sowie der elektrischen und maschinellen Ausrüstung für die Transportkanalleitungen und die Kläranlage, 1. Ausbaustufe. Am 2.6.1979 werden die Arbeiten zur Errichtung der Verbandsanlage in Auftrag gegeben.
Fa. Lauggas - Erd- und Baumeisterarbeiten ZARA
Fa. Springschitz - Erd- und Baumeisterarbeiten Transportkanal
Fa. Pantucek - maschinelle Ausrüstung
Fa. Purator - maschinelle Ausrüstung
Fa. Siemens - elektrische Ausrüstung
Fa. Schubert - Mess- und Regeltechnik
Die Inbetriebnahme erfolgte im September 1980 nach 12monatiger Bauzeit.
1980
Die feierliche Eröffnung der ZARA wurde am 3.10.1980 durch den Bundesminister für Bauten und Technik, Karl Sekanina in Anwesenheit von Landeshauptmann Theodor Kery durchgeführt.
1981
Weiterbau der Transportkanalleitungen für den Anschluß der Esterhazyschen Feriensiedlung und der Neuen Siedlung Steinbrunn sowie der Ortsteile von Neufeld an der Leitha im Bereich des Bauernsees.
1982
Errichtung von Transportkanalleitungen und Anschlußkanalisationen im Bereich der Seen III und IV.
1983
Anschluß des Ortsteiles Zillingdorf Bergwerk.
1983
Anschluß von Hornstein über eine Heberleitung.
1984
Errichtung von Transportkanalleitungen und Anschlußkanalisation um den Bruch I und den Steinbrunnersee.
1985
Ausscheiden der Fa. Autexa wegen Betriebsschließung Konkurs.
1987
Transportleitung Zillingdorf-Ort Fertigstellung.
1991
Erweiterung Industriegelände Steinbrunn-Neue Siedlung.
1993
2. Ausbaustufe der Kläranlage, Anpassung an den Stand der Technik. Als Projektant wurde die Fa. OEG DI Pichler-DI Kolbe, Eisenstadt, bestellt.
1994
Änderung des Verbandsnamens in Wasserverband Neufelderseen-Gebiet. Öffentliche bzw. beschränkte Ausschreibung der Arbeiten zum generellen Anpassungsprojekt.
1995
Wasserrechtliche Überprüfung, Beginn der Arbeiten im Mai 1995
Fa. Pfnier - Erd- und Baumeisterarbeiten
Fa. Pantucek - maschinelle Ausrüstung
Fa. Jungbauer - elektrische Ausrüstung
Fa. Ewitron - Meß- und Regeltechnik
1995
Beitritt der Stadtgemeinde Ebenfurth (der Anschluß erfolgt im November 1996).
1996
Nach 15monatiger Bauzeit Inbetriebnahme des Nachklärbecken 2, des Anaerobbecken und der Regenentlastung Steinbrunnerstraße sowie eine Eisensulfatdosieranlage und eine Schlammtrockenhalle. Im Nachklärbecken 1 werden nach 16 Jahren Dauerbetrieb die abwasserführenden Teile erneuert.
1998
Schlammsilo mit 400 m3 Inhalt für die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung errichtet.
2002
Das Hauptpumpwerk wird durch Fremdstoffe und Fett im Abwasser immer anfälliger für Störungen. Um die Betriebssicherheit zu erhöhen, wurde ein robusteres Abwasserhebewerk neu errichtet. Die Fertigstellung erfolgte im September 2002.
Das bisherige Hauptpumpwerk wird mit Pumpen geringerer Leistung ausgestattet und entsorgt künftig nur mehr die Seesiedlung Esterhazy.
2004
Schlammstapelbecken Nr. 2 (2.000 m³ Inhalt ) mit Kunststoffkettenräumer und Fördereinrichtungen wird errichtet. Für die optimale Eindickung brauchen wir Speicherraum damit über 3 Monate (Winterzeit) Überschussschlamm bis zur Verarbeitung gelagert werden kann.
2005
Regenrückhalte Einrichtungen werden im Bereich Steinbrunn Feriensiedlung (Mobilheimplatz) und am Akazienweg errichtet um bei Starkregen, die anfallende Abwassermenge zu speichern und zu einem späteren Zeitpunkt diese Menge dosiert in das Kanalnetz einzuleiten. Damit werden die Überlastungen im Kanal gemindert.
2006
Solare Schlammtrocknung (Glashaus mit ca. 1000 m² Bodenfläche und Wendeeinrichtung) und Stabilisierungsbecken (400 m³ Inhalt mit einem Kreiselbelüfter) werden in Betrieb genommen. Beim 1. Trocknungsversuch hatten wir mit dem Geruch Probleme, nach Optimierung der Stabilisierung funktioniert die Anlage sehr gut. Ein Trockensubstanzgehalt von über 75% wird problemlos erreicht. Die Schaltwarte im Betriebsgebäude wird erneuert und dam Stand der Technik angepasst.
2007
Hochwasserpumpwerk in der Kläranlage wird errichtet. Hochwasser in der Leitha hat große hydraulische Probleme in der Anlage und im Kanalnetz bereitet. Durch die Errichtung des HW-Pumpwerkes mit Absperreinrichtung kann nunmehr kein Wasser über den Auslauf in die Anlage gelangen.

Die Schaltwarte, die aus den 80er Jahren stammt, wurde komplett erneuert und auf den Stand der Technik gebracht. Neben der Steuerung des neuen Hochwasserpumpwerkes im Ablaufbereich wurde auch der gesamte Regelbetrieb des Reinigungsprozesses mit allen bestehenden Antrieben und Messungen integriert. Für die Anbindung aller Stationen steht jetzt ein zentraler Server zur Verfügung, über den von jedem Arbeitsplatz aus alle Daten abgerufen bzw. die Prozesse gesteuert werden können. Der vollständige Überblick über die gesamte Anlage von den Bedienarbeitsplätzen aus macht den Betrieb wesentlich einfacher und komfortabler.

Bauabschnitt 10, in Steinbrunn Neue Siedlung werden 45 Bauplätze neu geschaffen, dabei wird der Kanal samt einem Pumpwerk bereits jetzt errichtet.
Diese Anlage wird im Trennsystem errichtet.

In beiden Belebungsbecken wird die Schwimmschlammräumung (Skimrinnen) durch schwimmende Schneckenräumer ersetzt.
2008
Bauabschnitt 11, das Hochwasserpumpwerk in der Kläranlage wurde fertiggestellt und konnte seine Funktion bereits zur Zufriedenheit aller unter Beweis stellen.

Der Schlamm, der in die solare Trockenhalle gebracht wird, wurde bis jetzt durch "Fremdpresser" (Dienstleistung) vorentwässert. Nun wurde der Entschluss gefasst, eine eigene Presse anzuschaffen (Bauabschnitt 12). Mit dieser Schneckenpresse wird der Schlamm nun auf einen Trockensubstanzgehalt von bis zu 30% entwässert und anschließend automatisch direkt in die solare Trockenhalle befördert, wo er dann auf einen Trockensubstanzgehalt von über 75% weiter trocknet.

Im Herbst wurde damit begonnen die Fassade des Betriebsgebäudes mit einer energiesparenden Wärmeschutzdämmung zu versehen. Die Fenster aus den 80 er Jahren mussten ebenfalls erneuert werden.
2009
Um Probleme im Kanalnetz der Zuleitung zur Kläranlage bei Hochwasser zu beseitigen, wurde der Bauabschnitt 13 - Hochwasserpumpwerk "Alte Kläranlage" - begonnen. Bei Hochwasser konnte es passieren, dass Wasser aus der Leitha beim Regenüberlaufbecken in der Landegger-Straße in das Kanalisationssystem eindringt und dann über die Kläranlage läuft und diese enorm belastet. Durch die Maßnahmen in diesem Bereich kann nun einerseits der Zulauf zur Kläranlage geregelt und andererseits das Eindringen des Leithawassers bei Hochwasser in die Kanalisation verhindert werden.
2010
Der im Vorjahr begonnene Bauabschnitt 13 - Hochwasserpumpwerk "Alte Kläranlage" - wurde fertiggestellt und in Betrieb genommen. Dabei wurde auch die Steuerung des Regenüberlaufbeckens an den Stand der Technik angepasst. Beide Maßnahmen konnten bereits ihre Wirksamkeit positiv unter Beweis stellen. So ist es gelungen die angespannte Situation bei Hochwasser und Starkregenereignissen im vorgelagerten Kanalnetz zu entschärfen.

Die beiden Nachklärbecken wurden um das Mittelbauwerk mit einem "Strömungstrichter" (anstatt der Prallbleche) ausgerüstet. Dieser Trichter beeinflusst das Strömungsverhalten in den Nachklärbecken positiv und dadurch verbessert sich das Absetzverhalten des Schlamms in den Becken.


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